FAQ

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Anleitung zum Import der Sicherheitsdatenblätter in die BauDatenbank

Hier finden Sie alle Informationen für den Import Ihrer Sicherheitsdatenblätter in die BauDatenbank.

Leitfaden zur Einbindung der Sicherheitsdatenblätter

Bei welchen Geschäftsvorfällen muss ich als Händler die Sicherheitsdatenblätter an meine Kunden weitergeben?

Mitglieder der AG Elektronischer Datenaustausch im Gesprächskreis Baustoffindustrie/BDB e.V. haben dazu einen Leitfaden entwickelt, der Ihnen zu den verschiedenen Geschäftsprozessen Handlungsempfehlungen gibt.

Praxishinweis - Handhabung im Unternehmen

Wozu dient ein Sicherheitsdatenblatt überhaupt?

Das Sicherheitsdatenblatt soll Ihnen vor allem sachgerechte und praxisnahe Empfehlungen zur Handhabung des Produkts am Arbeitsplatz geben. Außerdem enthält es eine Menge Informationen und Daten, aus denen sich diese Empfehlungen ableiten. Auch für die Umwelt und den Transport enthält das Sicherheitsdatenblatt viele Angaben.

Als verantwortlicher Arbeitgeber müssen Sie alle stoffbedingten Risiken ermitteln und beurteilen, die Sie nicht aufgrund von Vorinformationen sicher ausschließen können. Das gilt für chemische Produkte, aber auch für Erzeugnisse, wie z. B. Folien, Schleifscheiben etc., wenn sie beim Umgang Stoffe freisetzen könnten. Deshalb muss Ihnen der Hersteller oder Importeur auf Nachfrage die gefährlichen Inhaltsstoffe, die Gefahren und die notwendigen Maßnahmen mitteilen, und zwar mindestens so ausführlich, wie sie in einem Sicherheitsdatenblatt erscheinen müssten. Aus diesem Grund erstellen sogar die Hersteller mancher Erzeugnisse bereits im Vorfeld von Nachfragen Sicherheitsdatenblätter, obwohl der Gesetzgeber dies nicht verlangt.

Welche Händler nehmen an der Gefahrstoffkommunikation teil?

Die Kooperationen EUROBAUSTOFF, Hagebau und Baustoffring haben einen Vertrag zur Teilnahme Ihrer Kopfzentralen als auch der kostenfreien Teilnahme aller ihrer Gesellschafter mit der BauDatenbank erhalten. Eine zusätzliche Belieferung dieser Fachhandelsunternehmen durch die Industrie muss nicht mehr erfolgen.

Gleiches gilt für den Konzern Saint-Gobain Building Distribution Deutschland, der ebenfalls einen Vertrag mit der BauDatenbank zur Nutzung der Gefahrstoffkommunikation abgeschlossen hat. Auch hier erübrigt sich die direkte Lieferung von Sicherheitsdatenblättern an die einzelnen Niederlassungen.

Gibt es kartellrechtliche Bedenken gegenüber der Lösung?

Bereits vor der Umsetzung des Projektes wurde durch ein Fachanwaltsbüro die kartellrechtliche Beurteilung der Gefahrstoffkommunikation durch die erste Beschlusskammer des Bundeskartellamtes abgefragt. In seiner Stellungnahme teilte uns der Berichterstatter mit:

Zitatanfang: Nach Durchsicht der zur Verfügung gestellten Unterlagen kann ich Ihnen mitteilen, dass gegen Konzeption und Ausgestaltung der Gefahrstoffdatenbank nach derzeitigem Erkenntnisstand keinen kartellrechtlichen Bedenken begegnen. Zitatende

Stellungnahme des Bundeskartellamtes

Ist eine elektronische Weitergabe der SDB rechtssicher?

Im Rahmen der Projektvorbereitung wurde durch die Deutsch Bauchemie zur Absicherung der Verfahrensweise eine offizielle Anfrage an den REACH-Helpdesk bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gestellt.

Die Frage lautete,

"Ist die Pflicht, das SDB zur Verfügung zu stellen erfüllt, wenn der Bezieher (gewerblicher Kunde) eines als gefährlich eingestuften Gemisches bei erstmaliger Lieferung und im Falle relevanter Änderungen am SDB per E-Mail einen Internet-Link zugesandt bekommt, über den er das SDB downloaden kann?"

Die Antwort der Behörde ist eindeutig und sorgt für eine höchstmögliche Rechtssicherheit in der Gefahrstoffkommunikation. Die Antwort lautete:

Die Übermittlung des Sicherheitsdatenblattes auf Papier und elektronisch ist rechtlich gleichgestellt.

Das Zusenden eines Links ist eine aktive Lieferung. Das Öffnen des Links ist vergleichbar mit dem Öffnen eines Briefumschlages, soweit der Link direkt das SDB-Dokument öffnet. Da der Kunde dem Lieferanten für diese Art der Übermittlung seine E-Mail-Adresse bekannt geben muss, kann man davon ausgehen (oder auch explizit mit Unterschrift Seite 2 von 3 vereinbaren), dass der Kunde diesem Lieferweg zustimmt. Bitte beachten Sie, dass bei relevanten Änderungen im Sicherheitsdatenblatt gemäß Artikel 31 Absatz 9 der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 eine rückwirkende Informationspflicht gegenüber den Kunden, die in den letzten 12 Monaten beliefert wurden, vorliegt.

Gleichzeitig informierte die Behörde, dass der bloße Hinweis auf dem Etikett oder in technischen Merkblättern, dass Sicherheitsdatenblätter im Internet verfügbar sind, in der Regel nicht als Erfüllung der Lieferpflicht angesehen werden.

Anwort des REACH-CLP helpdesk

Warum gibt es einen Lenkungsausschuss zur Gefahrstoffkommunikation?

Anders als im Kartellrecht gibt es keine einzelne Behörde oder Institution, die uns für unser Projekt Gefahrstoffkommunikation ein rechtlich freistellendes Testat erstellen kann. Die funktionale Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern erfordert Gespräche mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), der lt. §4+7 ChemG als Bundesstelle für Chemikalien, die Koordination zwischen den Bundesbehörden obliegt.

Zur Erzielung höchstmöglicher Rechtssicherheit wurde uns von der BAuA empfohlen, einen Lenkungsausschuss zur Erzielung höchstmöglicher Rechtssicherheit einzusetzen.

Die Ausarbeitung der Lösung "Gefahrstoff-Kommunikation in der Lieferkette am Bau" erfolgte in einer Vielzahl von Gesprächen, die zwischen Vertretern des Baustofffachhandels, der Hersteller von Bauprodukten, des Baugewerbes, der Bauindustrie, der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution geführt wurden.

Alle Beteiligten verfolgen gemeinsam das Ziel, durch effiziente technische Unterstützung die Kommunikation über die bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen auftretenden Gefahren sowie die notwendigen Schutzmaßnahmen wirkungsvoll zu verbessern.

Unterliege ich als Lieferant der REACH-Verordnung?

Jeder Hersteller, der chemische Stoffe nach bestimmten Rezepturen mischt und Fertigprodukte für den Endgebrauch daraus herstellt, unterliegt den Verpflichtungen von REACH.

Nach REACH sind chemische Stoffe, die in Mengen von mehr als 1 Tonne pro Jahr hergestellt oder produziert werden registrierungspflichtig (Artikel 6 der REACH-Verordnung).

Das gilt sowohl für Stoffe als solche als auch für Stoffe in Gemischen und für Stoffe, die aus Erzeugnissen beabsichtigt freigesetzt werden.

Gemische

Nach REACH ist ein Gemisch ein "Gemenge, Mischungen oder Lösungen, das aus zwei oder mehr Stoffen bestehen". Der Inhalt eines Kanisters mit Farbe, die aus dem Farbstoff, einem Lösemittel, einem Emulgator etc. besteht, wäre also ein typisches Beispiel für ein Gemisch.

Erzeugnisse

Ein Erzeugnis ist nach REACH ein "Gegenstand, der bei der Herstellung eine spezifische Form, Oberfläche oder Gestalt erhält, die in größerem Maße als die chemische Zusammensetzung seine Funktion bestimmt". Pullover, Autos, Möbel etc. sind also definitionsgemäß Erzeugnisse.

Was sind Gefahrstoffe?

Gefahrstoffe sind chemische Stoffe oder Zubereitungen (Stoffgemische), die in der EU harmonisiert nach ihrem Gefährdungspotenzial eingestuft wurden. Die Gefährlichkeit eines Stoffes oder einer Zubereitung wird durch Gefahrensymbole (auch Gefahrenkennzeichen genannt) sowie durch Risiko- und Sicherheitssätze angegeben.

Wenn Gefahrstoffe transportiert werden, spricht man von Gefahrgut - die beiden Begriffe Gefahrstoff und Gefahrgut sind nicht identisch: Die Gefahrstoffkennzeichnung soll über Gefahren beim Umgang mit den Stoffen (insbesondere bei deren Herstellung, Weiterverarbeitung und Verwendung) informieren, die Gefahrgutkennzeichnung ist auf die Transportgefahren abgestellt (z. B. mit Informationen für die Feuerwehr). So unterliegen auch nicht alle Stoffe jeweils beiden Bestimmungen. Darüber hinaus umfasst der Begriff Gefahrgut neben Substanzen auch ganze Produkte (wie Munition, Geräte, Bauteile und Ähnliches).Quelle: www.wikipedia.de

Was ist Gefahrgut?

Als Gefahrgut bezeichnet man Stoffe, Zubereitungen (Gemische, Gemenge, Lösungen) und Gegenstände, welche Stoffe enthalten, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport bestimmte Gefahren für:

  • Die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere für die Allgemeinheit,

  • Wichtige Gemeingüter,

  • Leben und Gesundheit von Menschen, Tieren und anderen Sachen,

ausgehen können und die aufgrund von Rechtsvorschriften als gefährliche Güter einzustufen sind.

Gefahrgut ist nicht mit Gefahrstoff zu verwechseln: Nicht jeder Gefahrstoff ist auch Gefahrgut und umgekehrt. Weiter umfasst der Begriff Gefahrgut neben Substanzen auch ganze Produkte (wie Munition), Geräte, Bauteile und ähnliches, sowie physikalische Zustände, wie Druckbehälter oder heiß transportierte Stoffe.Quelle: www.wikipedia.de

Was bedeutet die Abkürzung SVHC?

Substances of very high concern (SVHC)

der Status als besonders Besorgnis erregender Stoff wird offiziell bestätigt durch die ECHA. Die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe kann eingesehen werden unter:

Kandidatenliste der ECHA

Lieferanten von Erzeugnissen innerhalb der EU oder des EWR, die in der Kandidatenliste aufgeführte Stoffe in einer Konzentration von über 0,1% (w/w) enthalten, müssen ihren Kunden oder auf Aufforderung einem Verbraucher innerhalb von 45 Tagen nach Erhalt dieser Aufforderung die ihnen zur Verfügung stehenden sachdienlichen Angaben zukommen lassen. Diese Angaben müssen die sichere Verwendung des Erzeugnisses gewährleisten und mindestens den Namen des Stoffes enthalten.

Was versteht man unter strukturierten Einzeldaten?

Folgende Daten sind im Einzelnen für Gefahrstoff definiert:

Begriff

Erläuterung

Rechtliche Grundlage

Verweis

Anteil

Angabe des Anteils des Inhaltsstoffes

Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH)

Abschnitt 3

CAS-Nummer

Die CAS-Nummer (auch CAS-Registrierungsnummer und CAS-Registernummer) ist ein internationaler Bezeichnungsstandard für chemische Stoffe.

Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH)

Abschnitt 3

EG-Nummer

Stoffe des EG-Stoff-Inventars haben EG-Nummern. EG-Nummern sind eine wichtige Ordnungskategorie des Europäischen Chemikalienrechts (REACH-Verordnung). EG-Nummern haben 7 Ziffern und folgende Syntax: XXX-XXX-X.

Aus dem Fakt, dass ein Stoff eine EG-Nummer hat, kann nicht geschlossen werden, dass es sich um einen Gefahrstoff handelt.

Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH)

Abschnitt 3

Einstufung EU / CLP

CLP ist die Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP steht für die Abkürzung der englischen Begriffe classification, labelling and packaging). Diese Verordnung bringt die bisherige EU-Gesetzgebung in diesem Bereich mit dem GHS (Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien) in Einklang.

Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH)

Abschnitt 3

Flammpunkt

Der Flammpunkt ist die niedrigste Temperatur, bei der eine Flüssigkeit unter vorgeschriebenen Versuchsbedingungen bei Normaldruck brennbares Gas oder brennbaren Dampf in solcher Menge abgibt, dass bei Kontakt der Dampfphase mit einer wirksamen Zündquelle sofort eine Flamme auftritt.

Abschnitt 9.1

Gefahrensymbol

Kennzeichnung von Gefahrstoffen mittels Piktogramm/Warnsymbol und Code (F+, T, T+, Xn, Xi)

Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP bzw. GHS)

Abschnitt 2.2

GIS-Code der Bauberufsge-nossenschaften

GIS-Code der Bauberufsgenossenschaften GISCODE,

Beispiele:

PU-70 = PU-Montageschäume

GE10 = Emulsionen, Dispersionen

Gefahrstoffverordnung - GefStoffV, vom 26. November 2010 (BGBl. I S 1643)

Abschnitt 7

GHS-Symbol

Reinigungsmittel, Pflegemittel, Pflanzenschutzmittel und Chemikalien, von denen eine gesundheitsbeeinträchtigende Gefahr ausgeht, werden international mit einem Warnsymbol (rote Raute mit einem schwarzen Symbol) versehen.

Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP bzw. GHS)

Abschnitt 2.2

H-Satz

Die H-Sätze (Hazard Statements) beschreiben Gefährdungen, die von den chemischen Stoffen oder Zubereitungen ausgehen.

Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP bzw. GHS)

Abschnitt 2.1

Lagerklasse

Angabe zu welcher Lagerklasse der Artikel gehört.

Gefahrstoffe einer Lagerklasse dürfen in der Regel in einem Lagerabschnitt gelagert werden. Die Zusammenlagerung von Gefahrstoffen verschiedener Lagerklassen wird ausführlich durch eine Tabelle Separat- oder Zusammenlagerung im VCI-Konzept beschrieben.

Leitfaden für die Zusammenlagerung von Chemikalien vom VERBAND DER CHEMISCHEN INDUSTRIE e.V. Grundlage bzw. TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern"; Stand 2010

Abschnitt 7 oder 15.1

P-Satz

Die P-Sätze (Precautionary Statements) geben Sicherheitshinweise im Umgang mit dem Artikel an.Die P-Sätze (Precautionary Statements) geben Sicherheitshinweise im Umgang mit dem Artikel an.

Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP bzw. GHS)

Abschnitt 2.2

S-Satz

Sicherheitsratschläge zur Lagerung (Exposition, Lagerbedingungen, gemeinsames Lagern mit Nahrungsmitteln etc.) zur Vermeidung von gesundheitlichen Schäden sowie Ratschläge für den Arzt bei Kontamination (Bsp. S01, S10/20/30, ...).

Richtlinie 67/548/EWG, abgelöst Ende 2008 durch die harmonisierten Systeme zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS)

Abschnitt 2.2

Wassergefährdungs-klasse

Die Wassergefährdungsklasse (Abk. WGK) ist ein Begriff aus dem deutschen Wasserrecht. Vereinfacht bezeichnet sie das Potenzial verschiedener Stoffe zur Verunreinigung von Wasser.

Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe (VwVwS)

Abschnitt 15.1

Am Beispiel eines Sicherheitsdatenblatts sind die beschriebenen Felder für die Gefahrstoffinformationen markiert:

SDB mit markierten Gefahrstofffeldern

Für Gefahrstoff ist lediglich ein Einzelwert zu erfassen:

Begriff

Erläuterung

Rechtliche Grundlage

Verweis

UN-Nummer / Gefahrgutstoff-Nummer

UN-Nummer des Gefahrgutartikels gemäß Stoffliste für den Transport auf Straße und Schiene (ADR/RID).

ADR/RID

Abschnitt 14.1

Am Beispiel eines Sicherheitsdatenblatts sind die beschriebenen Felder für die Gefahrgutinformationen markiert:

SDB mit markierten Gefahrgutfeldern

An wen werden Einzeldaten überhaupt weitergegeben?

Die sog. Einzeldaten werden an den Baustofffachhandel weitergeleitet, um diesen bei den wichtigen Aufgabenstellungen im Bereich der Lagerhaltung, z. B. für das Lagerkataster im Fachhandel, die Umsetzung des Selbstbedienungsverbotes für bestimmte Produkte, die Unterstützung bei der Entsorgung durch Sonderabfallvorschriften und Nutzung von Gefahrgutinformationen für Pflicht-Angaben in Beförderungspapieren, z. B. UN-Stoffname, Verpackungsgruppe, Punktwert zur Berechnung der begrenzten Menge zu unterstützen.

Warum sollen Artikelnummern zu den SDBs erfasst werden?

Das Sicherheitsdatenblatt selbst beinhaltet keine eindeutige Zuordnung der passenden Artikel. Ein Sicherheitsdatenblatt ist in der Regel für mehrere Artikel gültig. (Beispiel: Ein Produkt gibt es in mehreren Verpackungsgrößen mit unterschiedlichen Artikelnummern.)

Diese Referenz ist für die handelseitigen Prozesse von besonderer Bedeutung!

Die Warenwirtschaftssysteme des Handels müssen bereits bei der Bestellung eines Artikels erkennen können, ob zu diesem Artikel ein Sicherheitsdatenblatt existiert. Diese Identifikation kann nur über die Artikelnummer erfolgen, eine Auflösung der Referenzen durch Textvergleiche ergibt keine eindeutigen Ergebnisse.

Gibt es noch weitere Dokumente, die ich als Händler an meine Kunden weitergeben muss?

Zurzeit müssen noch keine weiteren Dokumente an die Kunden des Baustofffachhandels weitergegeben werden.

Zum 1.7.2013 tritt die neue Bauproduktenverordnung in Kraft, diese wird die aktive Weitergabe eines weiteren Dokumentes, der Leistungserklärung, erfordern. Diese Leistungserklärung wird von dem Hersteller des Produktes aufgestellt und muss für jedes Produkt, welches im europäischen Binnenmarkt in Verkehr gebracht wird, verfügbar sein.

Können Handwerker auch auf die Baudatenbank zugreifen?

Auf der Seite www.baudatenbank.de steht für alle Zielgruppen, auch für Handwerker, eine Recherche nach einzelnen Artikeln und den zugehörigen Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung.

Über Angaben, die sich bspw. auf dem Lieferschein befinden, wie Artikelnummern, Artikeltexten oder ähnlichen Angaben kann ein Nutzer gezielt nach dem Sicherheitsdatenblatt recherchieren.

Mit wenigen Angaben muss sich der Nutzer vorab auf der Plattform registrieren, dies ist notwendig, um im Sinne der Marktpartner festzuhalten, wer Zugang zu den Sicherheitsdatenblättern der Industrie erhalten hat.

Wie kommen die Sicherheitsdatenblätter in meine Warenwirtschaft?

Die Sicherheitsdatenblätter kommen als sog. Permanentlink in ihre Warenwirtschaft, sie werden bewusst nicht physikalisch übertragen.

Mit den Artikelstammdaten, in den Formaten PRICAT oder Excel, erhält der Nutzer diesen Permanentlink zu einem Artikel übertragen. Durch die Übergabe des Links wird abgesichert, dass zu jedem Zeitpunkt das aktuellste Sicherheitsdatenblatt übertragen und angezeigt wird.

Dieses Verfahren unterstützt vollständig die nach REACH geforderte aktive Weitergabe von Sicherheitsdatenblättern an den gewerblichen Kunden des Fachhandels.

Welche Wawi-Softwarehäuser haben entsprechende Schnittstellen?

Alle führenden Warenwirtschaft-Softwarehäuser sind fortlaufend über die Entwicklungen informiert und haben die erforderlichen Schnittstellen und Prozessanpassungen in weiten teilen umgesetzt.

Softwarehaus

Warenwirtschaft

Status Schnittstelle

Beschreibung

Padersoft

UniTrade

fertig

Allgeier

AC-Logic

fertig

Download

GWS-Neutrasoft

gewis

fertig

VERA

fertig

Megacom

BDB-win

fertig

hagebau Datendienst

Hibis

fertig

ProHibis

fertig

Kaps

Assistent

fertig

Wer garantiert für die Aktualität und die inhaltliche Richtigkeit des Sicherheitsdatenblattes?

Die Aktualität und Richtigkeit der Sicherheitsdatenblätter und seiner Inhalte übernimmt der Baustoff-Hersteller. Er stellt die Sicherheitsdatenblätter seinen Marktpartnern über die BauDatenbank zur Verfügung und erteilt in den Erfassungssystemen die Freigabe für die eingestellten Daten.

Die BauDatenbank selbst nimmt keine Arbeiten an den eingestellten Daten der Industrie vor, sondern leitet sie nur entsprechend dem Auftrag der Industrie weiter.

Für welche Produkte gibt es Sicherheitsdatenblätter?

Sicherheitsdatenblätter müssen laut Artikel 31 der REACH-Verordnung nur für Stoffe als solche und für Gemische erstellt werden, wenn sie die Kriterien als gefährlich gemäß der Richtlinie 67/548/EWG erfüllen oder persistente, bioakkumulierende und toxische Eigenschaften besitzen.

Persistent bedeutet dabei, dass ein Stoff in der Umwelt stabil ist und nur langsam abgebaut werden kann. Bio akkumulierend bedeutet, dass sich ein Stoff in Lebewesen anreichern kann und dadurch Konzentrationen in einem Gewebe erreicht werden können, die wiederum toxische Effekte auslösen können. Toxisch bedeutet: schädlich für Lebewesen.

In Ländern der Europäischen Union müssen solche Datenblätter vom Inverkehrbringer, Einführer und Hersteller von gefährlich eingestuften Stoffen, von gefährlich eingestuften Zubereitungen bzw. Gemische, und von Zubereitungen/Gemische die gefährlich eingestufte Stoffe über bestimmte Konzentrationsgrenzen hinaus enthalten, zur Verfügung gestellt werden. In der Regel werden auch für alle als nichtgefährlich eingestuften chemischen Stoffe, Gemische und Erzeugnisse Sicherheitsdatenblätter erstellt, um den Abnehmer der Produkte über bestimmte Eigenschaften zu informieren.

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